Schwestern. Die Macht des weiblichen Kollektivs
Lesung von Julia Korbik
>>>>> Der Vorverkauf endet 3 Tage vor Veranstaltung - Tickets gibt es aber definitiv noch an der Abendkasse! <<<<<<<
Gefördert von
- der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB): „Projekte gegen Rechtsextremismus“
- Bayern liest e.V. aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.“
- der Rudolf und Eberhard Bauer Stiftung
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Lesen. Hören. Verbünden.
Feministische Stimmen
Lesung von Julia Korbik: "Schwestern. Die Macht des weiblichen Kollektivs"
mit Musik von Ronja Künstler
moderiert von Hannah Diemer, politbande
Das Buch:
Sisterhood is powerful! Die Erkundung eines politischen Prinzips
Ob #metoo oder die Proteste im Iran: In den letzten Jahren gab es zahlreiche Anlässe, bei denen Frauen füreinander eintraten. Ein Prinzip, das schon die Feminist:innen der 1970er-Jahre propagierten – nicht umsonst lautete einer ihrer bekanntesten Slogans: Sisterhood is powerful! Aber Schwesterlichkeit ist mehr als Networking, mehr als weibliche Solidarität. Es ist eine politische Praxis. Julia Korbik setzt sich mit dem Prinzip der Schwesterlichkeit auseinander, will verstehen, wie sie aussehen kann – und was sie verhindert. Sie hinterfragt den Feminismus der letzten Jahre und erforscht dieses Thema anhand persönlicher Anekdoten, Beispiele aus Literatur, Popkultur, Geschichte und Gesellschaft inspirierend, nuanciert und neugierig.
Die Autorin: Julia Korbik
Julia Korbik lebt als freie Journalistin, Autorin, Moderatorin und Speakerin in Berlin. Sie hat European Studies, Kommunikationswissenschaften und Journalismus studiert.
Ihre Texte sind u.a. bei Zeit Online, Libertine, This is Jane Wayne, Vorwärts, Tagesspiegel und Fluter erschienen. Am liebsten beschäftigt sie sich mit Politik, (Pop-) Kultur, Literatur, Feminismus und Gesellschaft. Sie hat mehrere Sachbücher und Biografien veröffentlicht, darunter Stand up. Feminismus für alle (Kein & Aber, 2014/2019), Oh, Simone! Warum wir Beauvoir wiederentdecken sollten (Rowohlt, 2017), Simone de Beauvoir. Ich möchte vom Leben alles (zusammen mit Julia Bernhard; Rowohlt, 2023) und Schwestern. Die Macht des weiblichen Kollektivs (Rowohlt, 2024). Für ihre Arbeit ist sie mehrfach ausgezeichnet worden: Im November 2018 erhielt sie in Darmstadt den Luise-Büchner-Preis für Publizistik. 2019 wählte sie das Magazin Emotion zu einer seiner Frauen des Jahres. 2021 verbrachte sie als Stipendiatin des Literaturprogramms Récit’Chazelles zwei Monate im französischen Scy-Chazelles.
Die Musikerin: Ronja Künstler
Ronja Künstler ist das, was der Name verspricht: Räubertochter und Künstlerin in einem. Mehr denn je verbindet sie gesellschaftspolitische Themen und persönliche Gefühle miteinander. In den Krisen der Welt sucht sie den Funken Poesie, zieht daraus Hoffnung und gießt das Ganze in mal wütende und mal berührende Melodien und Texte. Die Liedermacherin lädt zum Mitfühlen und zum Hinsehen ein und dazu sich aktiv den Ungerechtigkeiten und der Zerstörung unsere Lebensgrundlagen in den Weg zu stellen.
Die Moderatorin: Hannah Diemer, politbande
Hannah Diemer engagiert sich bei der politbande in Nürnberg für feministische, solidarische und soziale Politik. Seit Mai 2026 ist sie Mitglied im Nürnberger Stadtrat und moderiert Lesungen und führt Gespräche zu gesellschaftspolitischen Themen.
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt:
Vorverkauf: Zahl was du kannst: 12, 16, 20€ im Vorverkauf über unsere Homepage (Der Vorverkauf endet 3 Tage vor Veranstaltung - Tickets gibt es aber definitiv noch an der Abendkasse!)
Abendkasse: Mindestens 14 €
Vielen Dank an die Buchhandlung Jakob für den Büchertisch.
Diese Lesung ist Teil der feministischen Lesungsreihe im Herbst 2026.
29.9.: Nana Myrrhe: „Feucht & Fromm Die schmutzigen Geheimnisse der Purity Culture“
13.11.: Julia Korbik: „Schwestern: Die Macht des weiblichen Kollektivs“
1.12. Maike Schöfer: „Nö - Eine Anstiftung zum Nein sagen“
LUX ist nicht nur Jugendkirche, sondern auch Nürnberger Kulturlocation, die über ihre Events Jugendkultur und (marginalisierte) Lebensrealitäten in die kirchlichen Räume bringt.
Wir wollen mit unserer Lesungsreihe feminine und feministische Perspektiven sichtbar und bewusst machen und Künstler*innen verschiedener Genres auf die Bühne holen. Frauen sind oft unterrepräsentiert im Veranstaltungsbereich und in der Kunst, oft namentlich unerwähnt in der Wissenschaft, oft nicht ernst genommen und benachteiligt in Alltag und Beruf. Die Themen der eingeladenen Autorinnen verleihen Frauen und deren Sichtweise hingegen eine starke Stimme. Empowerment, Solidarität und Sichtbarkeit sind umso nötiger angesichts eines um sich greifenden „Trends“, der nicht nur ein traditionelles, oft rückwärtsgewandtes Frauenbild, propagiert, sondern oft im selben Zug antidemokratische Werte impliziert. Die Grenzen zwischen diesem Lifestyle und rechtsextremer Ideologie verschwimmen, „die anderen“ (selbstbestimmte Frauen, queere Frauen uvm.) werden abgewertet und rechte Haltungen wie die Überlegenheit des Mannes behauptet. In sozialen Netzwerken begegnen uns immer häufiger genau diese Bilder von der „perfekten Hausfrau“, dem „starken Alpha-Mann“ oder Sorgen um den „Verfall der Familie“ – erst auf den zweiten Blick durchschaut man, dass dahinter oft auch rechtspopulistische, antidemokratische und diskriminierende Ideologien stecken. In manchen evangelikalen Kreisen findet sich die Überschneidung des traditionellen Frauenbildes mit rechten Ideologien teilweise leider ebenfalls.
Du kannst bei jedem Event hinter die Kulissen schauen! Kasse, Künstlerbetreuung, Bar, Technik- oder Sicherheitsteam – als Ehrenamtlicher (15 bis 27 Jahre) kannst du bei Veranstaltungen for free mitmischen und Erfahrungen sammeln und deine Stars treffen.
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